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B i k e r g r ü ß e
Wer möchte kann hier seine Grüße hinterlassen
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wer möchte kann hier seine Grüße hinterlassen ...
Die Schüchternen: (aber auch die
Dankbarsten)
Unsicher warten sie auf ein Zeichen. Keinesfalls
möchten sie sich blamieren, indem sie grüßen und der andere es vielleicht nicht
erwidert. Wird der Schüchterne allerdings zuerst gegrüßt ist die Freude groß und
dankbar grüßt er zurück, oft mit vollem Körpereinsatz, Nicken, Hand, Fuß oder
auch mit Zuruf und das alles gleichzeitig.
Die Immer-Grüßer:
Nach dem Motto "komme was wolle, ich grüß immer"
zieht er seine Runden. Und das meint er völlig ernst. In Schräglagen, die
Kniepads schleifend, die Fußrasten sitzen auf, viel Verkehr, eine Ölspur voraus?
Kein Problem, es wird in jedem Fall gegrüßt, schließlich wurde es jahrelang bis
zur Perfektion geübt! Der Immer-Grüßer nimmt auch keinerlei Rücksicht auf Typ,
Marke, Alter des entgegenkommenden Motorrades. Alles was zwei Räder hat,
beschenkt er mit kollegialer Aufmerksamkeit.
Die Vielleicht-Grüßer:
Die Vielleicht-Grüßer, auch Vigrüß genannt, beäugen
erst skeptisch das Vehikel des Grüßungsanwärters. Wenn alles dem wachsamen Auge
des Vigrüß Zustimmung findet, sprich, es ist das richtige Krad, die richtige
Kleidung, das richtige Tempo, die richtige Lautstärke usw. wird anerkennend
gegrüßt. Nur ist es dann meist zu spät und der andere längst über alle Berge.
Die Abklatscher: (oft Enduristen)
Meist verbergen sich darunter echte Frohnaturen und
Entertainer. In der Schule oft der Klassenclown gewesen, bemühen sie sich auch
auf der Straße dieses Image beizubehalten. Dass sie durch ihre ruckartigen und
ausholenden Bewegungen zuweilen andere Biker verschrecken, die ein Angriff auf
Leib und Leben befürchten, stört sie nicht weiter. Wenn es nach ihnen ginge,
würden sie jedem Entgegenkommenden persönlich die Hand schütteln.
Die Augenzwinkerer: (oft
Anfänger)
Unsicher, die beiden Hände fest an den Lenker
geklammert, vollauf beschäftigt mit Gas, Bremse und Kupplung, versuchen sie
durch kräftiges Augenzwinkern das Grüßen zu erwidern. Sehr Mutige spreizen auch
schon mal den ganzen kleinen Finger vom Lenker ab und freuen sich dann wie die
Schneekönige über die geglückte Aktion.
Die um des Grüßens-Willen-Fahrer:
(Grüwis)
Ein echter Hardcoregrüßer. Meist nur bei schönem
Wetter anzutreffen (bei Regen gibt es ja weniger, die man grüßen könnte)
schleicht er langsam durch die Gegend, um ja keinen Grußkandidaten zu übersehen.
Vor der Tour wird noch die am stärksten frequentierte Motorradstrecke ausgeguckt
und los geht's. Potentielle Grußopfer so weit das Auge reicht. Der Grüwi ist in
seinem Element. Wenn er abends nach Hause kommt und die linke Hand schmerzt, war
es ein guter Tag. Wenn sie nicht schmerzt, dürfen seine Mitmenschen das ausbaden
und sich tagelang Triaden anhören, daß das Motorradfahren nicht mehr das ist,
was es einmal war; ja früher war alles besser, früher war alles gut, da hielten
noch alle zusammen ... da wurde man noch gegrüßt!
Die Nichtgrüßer: (oft
Wehrdienst- oder Totalverweigerer)
Stur den sonnenbebrillten Blick geradeaus gerichtet,
verweigert er zivilen Gehorsam und den Bikergruß. Sein Haupt krönt oft ein
Jethelm. Er ist ein Rebell, ein Individualist, ein James Dean der Biker, der
sich in keine Schublade stecken lassen will. Meist hatte er eine dominante
Mutter. Unbeugsam trotzen sie allen Regeln, schließlich waren alle anderen noch
Quark im Supermarktregal oder ein Glitzern im Auge von Papa, als er längst eine
Harley sein Eigen nannte.
In keine Kategorie einzuordnen waren die
Streetfighter. Meist Psychopathen, das Visier schwarz wie ihre Seele,
oft mit Totenkopfairbrush auf dem Helm, winken sie nach Gutdünken wenn sie gut
gelaunt sind oder das Gegenüber grüßwürdig empfinden. Ihre Grüße werden immer
erwidert. Allerdings mehr aus Angst, dass dieser Soziopath bei Verweigerung 'ne
Knarre zieht und sich rächt.
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